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Robben Ford, Colos-Saal, Aschaffenburg, 13.10.08 |
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14.10.2008 |
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Wenn die Robben Ford Band aufspielt ist natürlich auch der Weg nach Aschaffenburg nicht zu weit - und das (oder der?) Colos-Saal ist sowieso seit Jahren eine Geheimtipp-Location, in der sich nationale und internationale Künstler die Klinke in die Hand geben. Zeit also, sich das einmal näher anzuschauen.
Auf der informativen Colos-Saal Website findet sich eine detailierte Anfahrtsbeschreibung, die den blues-affinen Reisenden zielsicher zum Ort des Geschehens führt. Dort angekommen wird dieser von einer angenehm geräumigen und stimmungsvoll beleuchteten Location empfangen, in der auf einer Leinwand Konzert-Auschnitte bereits aufgetretener Bands gezeigt werden - nette Idee, professionell umgesetzt. Pünktlich um 20 Uhr wird es dann dunkler und nach einer Ansage, doch bitte keine Fotos, Videos oder sonstige Aufnahmen während des Konzertes zu machen, betritt unter grossem Jubel die Robben Ford Band die Bühne. Diese legt groovig mit "How deep in the Blues" vom aktuellen Album "Truth" los und schiebt mit "Lateral Climb" noch den Opener des formidablen neuen Werkes nach.Weiter geht es mit einer älteren Instrumentalnummer, die dem Blues-Großmeister schlechthin, B.B. King und dessen Heimat gewidmet ist: Indianola. Neben dem gefangennehmendem Thema glänzen hier alle Beteiligten einmal mehr mit artistischen Einlagen, allen voran natürlich der Meister selbst in ausschweifenden Soloeinlagen. Mit "The Way You Treated Me", bei dem Travis Carlton, Sohn des Gitarren-Giganten und Robben-Freundes Larry Carlton, ein fulminantes, donnerndes Bass-Solo hinlegt, geht es noch einmal vom neuen Album weg zu einem älteren Klassiker, bevor mit "Riley B. King" eine weitere, diesmal allerdings balladeske Reminiszenz an das Blues-Urgestein B.B. folgt, die ebenfalls auf "Truth" zu finden ist. Aus dem aktuellen Longplayer sind auch das treibende "There'll never be another you" sowie das getragene, fast hypnotisch wirkende "Peace On My Mind", das sich mit Kriegsthematiken auseinandersetzt. Bei ersterem darf der griechischstämmige Schlagzeuger Toss Panos zeigen, was er in den Töpfen hat - und das ist äusserst wohlschmeckend! Nicht nur bei diesem Solo, sondern das komplette Konzert über groovt sich das schwarzhaarige Energiebündel mit seinem optisch etwas unorthodoxen Spiel durch das Programm - eine wahre Freude ist, ihm dabei zuschauen zu dürfen. Ein anderer "König" des Blues wird mit dem cleveren Instrumental "Cannonball Shuffle" hofiert, bevor es mit dem quirligen "Don't Deny your love" sowie "Lovin' Cup" in den verfrühten Endspurt geht, denn nach knapp 1,5 Stunden ist das reguläre Programm auch schon wieder vorbei. Die frenetisch geforderte Zugabe fällt mit dem Wah-Wah geschwängerten "Supernatural" dann ebenso unter das Prädikat "kurz und knackig". Diese etwas knappe Laufzeit bleibt aber (neben den spärlichen Ansagen vielleicht) der einzige Kritikpunkt an diesem Abend ... naja, und Travis Carlton hätte schon ab und zu mal lächeln können ;) Aber auch so hat sich der Weg nach AB auf jeden Fall gelohnt und an einem Montag ist man ja auch nicht allzu böse, wenn man etwas früher ins Bett kommt... Stefan Moises |
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Letzte Aktualisierung ( 17.10.2008 )
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